Kompetenzzentrum für Altersvorsorge und Kapitalanlage
Presse-Mitteilung des Pensionssicherungsvereins aG
PSVaG legt Jahresabschluß 2002 vor
Höchstes Schadenvolumen seit Bestehen
Der PENSIONS-SICHERUNGS-VEREIN VVaG, gesetzlich bestimmter Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland, hat den Geschäftsbericht für sein 28. Geschäftsjahr vorgelegt.
Ende 2002 waren beim PENSIONS-SICHERUNGS-VEREIN 40.643 Arbeitgeber mit sicherungspflichtiger betrieblicher Altersversorgung als Mitglieder gemeldet. Insgesamt stehen 8,0 Mio. Versorgungsberechtigte, davon 3,7 Mio. Rentner und 4,3 Mio. Arbeitnehmer mit unverfallbaren Anwartschaften unter Insolvenzschutz. Hieraus ergibt sich die große sozialpolitische Bedeutung der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung.
Das den PSVaG treffende Insolvenzgeschehen hat im Jahr 2002 gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen. Die Zahl der Insolvenzen ist auf 643 ( Vorjahr 448 ) gestiegen. Die Anzahl der zu sichernden Renten und Anwartschaften beläuft sich auf 92.907 ( Vorjahr 35.382 ). Das Schadenvolumen hat sich von 614,1 Mio. € auf 1.481,00 Mio. € mehr als verdoppelt. Es liegt damit auch mehr als doppelt so hoch, wie das bisher höchste beim PSVaG verzeichnete Schadenvolumen von 725 Mio. € im Jahr 1996.
Für den erheblichen Anstieg sind neben einer Vielzahl von Insolvenzen kleinerer und mittlerer Unternehmen insbesondere auch eine Reihe von Großschäden ( Philipp Holzmann AG, Fairchild Dornier GmbH, Babcock Borsig AG ) ursächlich.
Das Beitragsvolumen betrug 1.016,8 Mio. €, es ergab sich aufgrund einer Beitragsbemessungsgrundlage von 225 Mrd. € und einem Beitragssatz von 4,5 Promille. Er lag damit um 2,0 Promillepunkte höher als im Vorjahr ( 2,5 Promille ). Der durchschnittliche Beitragssatz für die bisherigen 28 Geschäftsjahre errechnet sich mit 2,2 Promille.
Die Bilanzsumme zum 31.12.2002 betrug 1.271,6 Mio. €. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist Erträge aus Kapitalanlagen von netto 34,6 Mio. € aus sowie 88,8 Mio. € Überschußbeteiligung vom Konsortium der deutschen Lebensversicherungswirtschaft, mit dem der PSVaG bei der Abwicklung der übernommenen Renten zusammenarbeitet. Dem Ausgleichsfonds wurden rd. 300 Mio. € entnommen.
Für das laufende Jahr muß aufgrund der Entwicklung in den ersten Monaten wiederum mit einem außergewöhnlich hohen Schadenvolumen gerechnet werden. Von daher ist in 2003 mit keiner Beitragssenkung zu rechnen. Der Beitragssatz des PSVaG wird jeweils Anfang November - abhängig vom zu finanzierenden Schadenvolumen - festgesetzt.
Die diesjährige Mitgliederversammlung des PSVaG findet am 9. Juli 2003 in Köln statt.

