Kompetenzzentrum für Altersvorsorge und Kapitalanlage

Finanzierungseffekt

Annahmen:

  1. Die GmbH A erhöht ihre Pensionsrückstellung jedes Jahr um 20.000 Euro
  2. Der Gewinn der GmbH A und B beträgt jeweils 100.000 Euro p.a.
  3. Die GmbH B schüttet den gesamten Gewinn aus
  4. Steuern auf der Gesellschafterebene werden nicht berücksichtigt
 Bilanz GmbH A mit
Pensionszusage (PZ)
   Bilanz GmbH B ohne
Pensionszusage (PZ)
Erhöhung der Rückstellung p.a.20.0000
Durchschnittlicher Gewinn p.a. vor PZ100.000100.000
Durchschnittlicher Gewinn p.a. nach PZ80.000100.000
Ausschüttung 100%80.000100.000
Verbleibende Liquidität in der GmbH20.0000
Liquidität nach 10 Jahren200.0000
Rückstellung nach 10 Jahren200.0000

Ergebnis

Die Pensionsrückstellung fungieren quasi als Ausschüttungssperre und bewirken, dass Liquidität im Unternehmen verbleibt. Diese Liquidität erhöht entweder das Vermögen (Aktiva) oder reduziert die Fremdmittel auf der Passivseite der Bilanz. So betrachtet ergibt sich zunächst eine Bilanzverlängerung oder ein Passivtausch. Wie wir im Kapitel "Steuervorteil" schon gesehen haben summiert sich die Rückstellung für die Musterzusage auf ca. 180.000 Euro pro 1.000 Euro Rente. Welches Liquiditätspotenzial sich hieraus gerade für Klein- und Mittelbetriebe ergibt, kann man sich leicht ausrechnen. Jeder Unternehmer kann sich daher überlegen, ob er sich oder / und seinen Arbeitnehmern statt einer Lohnerhöhung  lieber eine Pension zusagt.